Fahnen

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Herz-Jesu-Fahne

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Unsere Herz-Jesu-Fahne ist wahrscheinlich die älteste Fahne Tirols mit einer Herz-Jesu-Darstellung. Sie wurde vom damaligen Schützenhauptmann Johann Anton Aschbacher, Zolleinnehmer am Achensee, in Auftrag gegeben, und zwar anlässlich der Gründung des Herz-Jesu-Bundes, wie er während des Bozner Kongresses von allen vier Ständen Tirols am 1. Juni 1796 beschlossen wurde. Den Hauptanteil der Herstellungskosten übernahm Hauptmann Aschbacher. Er hob jedoch von seinen Schützenkameraden kleinere Beiträge ein, damit sie auch Anteil an der Anschaffung hätten und ihnen die Fahne mehr Wert sei. Die rot-weiß-rote Fahne zeigt den österreichischen Bindenschild im weißen Feld mit der Innschrift "Gott, dem Kaiser, dem Vaterland" und darüber das brennende Herz Jesu mit dem Dornenkranz und Kreuz. Die andere Seite des Fahnenblattes zeigt den alten Reichsadler. Diese Fahne nahm bereits im Oktober 1796 mit der Schützenkompanie des Gerichtes Rottenburg unter Hauptmann Johann Anton Aschbacher an den Gefechten bei Segonzano und Cembra teil. Im Jahr 1797 war diese Fahne bei den blutigen Kämpfen zwischen Spinges und Aicha sowie in den Schanzen von Chrysanthen mit dabei. Zur Anheftung an die Fahne wurde der tapferen Kompanie die große Ehrenmedaille zuerkannt. Im Herbst des Jahres 1799 zog die Fahne mit den Rottenburger Schützen an die Schweizer Grenze bis Remüs. Im Jahr 1800 nahm die Herz-Jesu-Fahne an der Verteidigung des Achenpasses teil, wobei bereits der Sohn des Hauptmannes, der spätere Schützenmajor Anton Dominikus Aschbacher, als Fähnrich die Fahne trug. Im Mai des Jahres 1809 stand sie unter Hauptmann Anton Aschbacher an den Grenzpässen vom Achental, um dann am 15. Mai im Tiergarten zu Rotholz und am 30. Mai auf dem Kühnberg zwischen Jenbach und Tratzberg Zeuge der Kämpfe zu sein. Am Berg Isel stand sie bei der unglücklichen Schlacht am 1. November im Zentrum. Am 22. Mai 1848 kämpften 30 Achentaler Schützen mit der Fahne im heißen Gefecht bei Lodrone. Im Jahre 1896 wurde die Fahne anlässlich der Hundertjahrfeier des Herz-Jesu-Bundes in Innsbruck mit dem Tiroler Feldzeichen ausgezeichnet. Aus dem selben Anlass befand sich im Dezember ein Tiroler Pilgerzug in Rom, dem auch mehrere Fahnenabordnungen der Tiroler Schützen angehörten. Papst Leo XIII, der den Tirolern am 5. Dezember eine Audienz gewährte, äußerte den Wunsch, eine alte Tiroler Herz-Jesu-Fahne zu sehen. Es wurde ihm die Achentaler Fahne gezeigt und deren Bedeutung erklärt. Der heilige Vater segnete sie und überreichte dem Fahnenträger Anton Hörndl eine große silberne Gedenkmünze.


Franzosenfahne
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Im Jahre 1798 wurde von der 1. Rottenburgischen Scharfschützenkompanie unter dem Hauptmann Bernhardin Kern, Huberwirt im Achental, eine französische Standarte erobert. Sie zeigte einen hölzernen Adler in einem mit Kranz sitzend. Zu dieser Standarte ließ im Jahr 1837 die Wirtin "Zur Scholastika", Maria Scholastika Aschbacher, welche eine Schwester des Schützenmajors Anton Dominikus Aschbacher war, eine schöne Schützenfahne anfertigen. Sie trug die Kosten der Herstellung selbst und schenkte diese Fahne den Achentaler Schützen. In unserer Kompanie wird diese Fahne heute die "Franzosenfahne" genannt.


Vereinsfahne
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Am 16. Mai 1916 wurde die Fahne der Veteranen und Reservistenkompanie geweiht. Sie erhielt ein zweischleifiges Fahnenband, welches die Aufschrift "Der Reserv. Schützenkom. Achental Erzherzogin Elisabeth Franziska" trug. Diese Fahne wird heute die "Vereinsfahne" genannt.


Jungschützenfahne
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